Rund Dreiviertel der weltweit landwirtschaftlich genutzten Fläche besteht aus Weidelandschaften. Die Vielfalt dieser Weidelandschaften und damit einhergehenden graslandbasierten Tierhaltungskulturen ist enorm. Vielerorts sind diese Tierhaltungskulturen wirtschaftlich und kulturell existentiell. Auch in der Schweiz gibt es viele Weiden: Die Hälfte unserer landwirtschaftlichen Nutzfläche besteht aus Dauerwiesen und Weiden. In diesem Sinne wurde die schweizerische Alpsaison von der UNESCO 2023 als immaterielles Kulturerbe ausgezeichnet. Damit sind die Alpwirtschaft sowie Betriebe mit Weidetieren in der Hügel- und Bergzone gemeint.
Der Schweizer Bauernverband, der Schweizerische Alpwirtschaftliche Verband, die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für Berggebiete sowie Helvetas bilden die Projektträgerschaft für die Aktivitäten in der Schweiz im UNO-Jahr. Sie wollen die Anliegen der UNO unterstützen, zur Sichtbarmachung und zu einem thematischen Diskurs – beispielsweise zu einem ausgewogenen Bild der weidebasierten Tierhaltung – vermitteln und eine Diskussion über deren Zukunft anstossen.
Zu den konkreten Aktivitäten gehört eine Fachtagung mit dem Titel “Lebendige Weiden – für eine zukunftsfähige Weidewirtschaft in der Schweiz”, die am 25. September im World Nature Forum in Naters stattfindet. Am gleichen Ort wird seit Kurzem als Verbindung zum UNO-Jahr der Frauen in der Landwirtschaft die Sonderausstellung “Frauen in der Alpsaison” gezeigt.
Hinweise auf weitere Veranstaltungen und Aktivitäten sowie Hintergrundinformationen zum UNO-Jahr der Weiden und Hirten sind auf der Kampagnen-Website verfügbar.
Die OGG Bern unterstützt das UNO-Jahr der Weiden und Hirten finanziell und personell: OGG-Vorstandsmitglied und Nationalrätin Christine Badertscher setzt sich als Botschafterin für die Themen des UNO-Jahres ein.

