Pünktlich zum Frühlingsbeginn findet auf dem Weltacker ein besonderes Ereignis statt: Ein Teil des Bodens wird gepflügt. Mitglieder der Interessengemeinschaft Arbeitspferde bringen dafür zwei Pferde auf den Acker. Flurina und Fabienne sind zwei Burgdorfer-Stuten. Diese Rasse ist eine Kreuzung aus einem Kaltblutpferd und einem Freiberger und zeichnet sich durch besondere Kraft aus.
Kaum stehen die beiden Pferde im Geschirr, gehen sie mit flotten Schritten in Richtung Pflug. Nun werden sie angespannt. Peter, der die Pferde führt, stellt den Pflug so ein, dass die Scharen in der richtigen Tiefe in den Boden greifen. Kaum angespannt, ziehen die Pferde los. Während sich Fabienne kräftig in die Riemen legt, ist Flurina zunächst etwas zurückhaltender. Nach zwei bis drei Fuhren sind die beiden jedoch eingespielt und ziehen den Pflug gleichmässig und schnurgerade über den Acker. Rund drei Stunden dauert es – mit mehreren kurzen Verschnaufpausen und einer Mittagspause –, bis der Acker gepflügt ist. Nach einer weiteren Pause wird der Acker zweimal mit der Egge befahren, um die grossen schweren Schollen zu verkleinern.
Der Aufwand ist gross – ebenso die Freude der Helferinnen und Helfer. Die Arbeit mit den Tieren ist eine Bereicherung. Zudem wird der Boden beim Pflügen und Eggen mit Pferden deutlich weniger verdichtet als beim Einsatz eines Traktors. Diese Methode passt zum Weltacker Bern, auf dem aufgezeigt wird, wie der Boden nachhaltig und zukunftsgerichtet bearbeitet werden kann.

