Das Saatgut der Sorten «Erschmatter», «Vex», «Diavel» und «Zeneggen» stammt vom Sortengarten Erschmatt im Wallis, dessen Kernkompetenz auf dem Erhalt von alten Kulturpflanzen liegt. So gehören auch die Sommerweizen «Erschmatter» und «Zeneggen» zu den alten Sorten, die heute aufgrund ihrer Widerstandsfähigkeit wieder auf grösseres Interesse stossen.
Jetzt, Ende Mai, sind die Weizenpflanzen ca. kniehoch. Noch sind ihre Ähren nicht sichtbar, allerdings sind sie bereits spürbar: Wird ein Halm zwischen Daumen und Zeigefinger genommen und dem Stängel entlanggefahren, ist eine spindelförmige Vergrösserung gut spürbar. Mit einem Schnitt in den Halm werden an dieser Stelle die Ähren sichtbar. «Schossen» nennt man in der Fachsprache dieses Stadium. Während diesem Entwicklungsstadium des Getreides wird die Ähre im Hauptrieb langsam nach oben geschoben.
Nachdem die Ähre in wenigen Wochen sichtbar wird, wächst sie weiter nach oben, beginnt zu blühen und bildet stärkereiche Körner. Voraussichtlich Ende Juli, also vier Monate nach der Saat, erwartet Martin die Ernte der verschiedenen Weizensorten. Ob sich der Zeitplan bewahrheitet, wird sich allerdings zeigen. Die aktuelle Saison war bisher herausfordernd mit ihren grossen Temperaturschwankungen, erklärt Martin. Aktuell ist das Getreide – auf dem Weltacker wachsen beispielsweise auch Hafer, Roggen, Triticale und Hirse – rund 14 Tage früher in seiner Entwicklung als in den vergangenen Jahren. Wer die weitere Entwicklung der Kulturen mitverfolgen möchte, ist herzlich eingeladen, dem Weltacker in den kommenden Wochen einen Besuch abzustatten.



